Pflegeanleitung für Obstkulturen

Wenn die Empfehlungen eingehalten werden, wachsen die Pflanzen auch vom ersten Jahr an gut. Im Pflanzjahr alle Blüten entfernen und bei Trockenheit giessen.

Die ersten Jahre die Pflanzscheibe offen halten von Gras und Unkraut, abdecken mit Mist oder Kompost. Die Bäume sollten mit Pfählen und Draht vor Wildschäden und mechanischen Schäden geschützt sein. Es ist empfehlenswert, einen Plan anzulegen, in welchem die einzelnen Sorten eingetragen sind, denn die Etiketten sind mit der Zeit nicht mehr lesbar.

Obstkulturen
Befruchtung der Obstbäume Für die Befruchtung der Obstbäume sind die Bienen und andere Insekten sehr wichtig. Für eine gegenseitige Befruchtung müssen aber auch die richtigen Sorten beieinander stehen. Die Befruchtungsverhältnisse sind in den Fachbüchern über den Obstbau genau beschrieben.
Standort Der Ort, an welchem ein Obstbaum gepflanzt wird, bestimmt den Ertrag weitgehend. Schattige Orte, vor allem Nordlagen, sind für Obstbäume ungeeignet.
Boden Dass der Boden die wichtigste Voraussetzung für das Gedeihen eines Baumes ist, wird leider nicht immer zu Herzen genommen. Wenn dann Misserfolge eintreten, wird der Fehler gerne beim gepflanzten Baum gesucht.
Den Obstbäumen sagen vor allem tiefgründige, mittelschwere, humose Böden zu. Trifft dies nicht von Natur aus zu, muss der Boden mit Wiesenerde oder Kompost bereichert werden Schädlich für alle Pflanzen sind Böden mit Staunasse, da die Wurzeln zu wenig Luft zum Atmen erhalten.
Pflanzung Der Obstbaum soll in der gleichen Höhe gepflanzt werden, wie er in der Baumschule gewachsen ist. Die Veredlungsstelle sollte etwa 10 cm über der Bodenoberfläche sein. In die offene Pflanzgrube wird ein passender Pfahl eingeschlagen und der Baum auf dessen Nordseite platziert. Nach der Pflanzung gut einwässern und anbinden.
Pflanzschnitt
( immer im Frühjahr)
Der Pflanzschnitt richtet sich nach der gewünschten Baumform.
Rundkrone Mitteltrieb und 3-4 Leitäste formiert im 45° Winkel. Den schwächsten Leitast um ca. die Hälfe, die restlichen auf die gleiche Höhe auf ein ausstehendes Auge anschneiden. Der Mitteltrieb wird etwas höher auf ein Auge über der vorjährigen Schnittstelle angeschnitten.
Spindelbusch oder Pyramide Diese Form eignet sich für Äpfel, Birnen und Quitten.
Niederstamm: Bei dieser Form wird nur der Mitteltrieb um ca. 1/3 zurückgeschnitten, die restlichen Triebe werden mit Schnur waagrecht geheftet und entspitzt.
Spalierbäume Bei allen Obstarten wird auf ca. die Hälfte der Trieblänge zurückgeschnitten.
Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen Beim Spalier wählt man am besten das freie Fächerspalier. Dabei können bei Bedarf wieder junge Triebe in die Lücken gebunden werden. Freistehende Pyramiden werden am besten als Rundkrone gezogen.
Der Schnitt erfolgt immer im Frühjahr. Abgetragenes Holz wird zurückgeschnitten. Im Weiteren wird ca. 1/3 der jungen Triebe auf zwei Augen eingekürzt,
1/3 wird ganz herausgeschnitten und 1/3 zur Fruchtproduktion um 1/3 zurückgeschnitten.
Düngung Im Frühjahr 60-80 g Obstbaumdünger pro Quadratmeter ausbringen. Der Kronendurchmesser gilt als Fläche, die zu düngen ist.
Pflanzenschutz Mit dem Anbau robuster Sorten und einem lockeren Kronenaufbau kann ein grosser Teil des Pflanzenschutzes einspart werden. Allgemeiner Pflanzenschutz nach Spritzplan, bei tierischen Schädlingen nach Beobachtung (Läuse).
 
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