Pflegeanleitung Rosen

Die besten Pflanzzeiten für Rosen sind von Ende Oktober bis und mit Dezember und von März bis Ende April. Die Ernte der Rosen findet nur im Herbst statt. Aus diesem Grund ist es möglich, dass im Frühjahr bereits Sorten vergriffen sind.

Containerrosen werden im Frühling eingetopft und gelangen ab Mai in den Verkauf. Diese Töpfe können nun den ganzen Sommer über gepflanzt werden.

Pflanzung und Pflege der Rosen

Die Rosen erhalten Sie im Herbst frisch ab dem Rosenfeld. Diese dürfen nicht herumliegen, sondern müssen sofort gepflanzt werden. Falls die Rosen etwas trocken aussehen, empfiehlt es sich, die Pflanzen für 24 bis 48 Stunden in einem Zuber vollständig einzulegen. Bei der Frühjahrspflanzung müssen die Rosen vorerst 10 bis 24 Stunden vollständig in Wasser gelegt werden.Containerrosen aus dem Topf nehmen und den Wurzelballen nur leicht lockern. Das Pflanzloch doppelt so gross wie der Ballen machen. Nach dem Setzen gut einschwemmen.

Standort Rosen sind Sonnenkinder. Sie lieben sonnige, offene und freie Lagen, jedoch keine extrem heisse Standorte, und können bei gutem Boden auch an Böschungen gepflanzt werden. Rosengruppen mit Nadelhölzern und Stauden ergeben reizvolle Effekte. Strauchrosen sin zum einpflanzen in Sträuchergruppen besonders geeignet, nur brauchen sie freien Raum, sonst werden sie von den Sträuchern verdrängt.
Boden / Vorbereitungen Rosen lieben frische, ausgeruhte, mittelschwere und gut genährte Gartenerde mit wasserdurchlässigem Untergrund. Der Boden sollte mindestens einen Monat vor der Pflanzung vorbereitet und die Erde dabei möglichst tief umgegraben werden.
Besonders zu beachten ist, dass Rosen niemals in einen Boden gepflanzt werden, in welchem bereits Rosen gestanden haben.
Neue Rosen brauchen neue Erde! Bei Ersatzpflanzungen ist die Erde tiefgründig durch neue Gartenerde zu ersetzen (60 Zentimeter tief).
Einwässern Die Rosen müssen bei jeder Witterung gut eingewässert werden, bis die Erde gesättigt ist. Bei trockenem oder warmen Wetter ist es unerlässlich , die neu gepflanzten Rosen mehrmals zu überbrausen.
Rosenpflege / Gesunderhaltung Während der warmen-feuchten Junitage treten saugende und fressende Schädlinge auf. Mit der Behandlung wird bald nach dem Austrieb begonnen. Für grössere Rosenanlagen ist ein regelmässiges, gründliches Spritzen in Abständen von 10 bis 14 Tagen unumgänglich, wobei sowohl Blattunterseite sowie die Blattoberseite einen lückenlosen Spritzbelag erhalten sollten
Düngung

Bei einer Neupflanzung von Rosen mischt man mit Vorteil Hornspäne gleichmässig unter die Erde.
Erst wenn die Pflanzen angewachsen sind und die Triebe eine Länge von 10 Zentimetern erreicht haben, können rund 100 bis 200 Gramm Rosendünger eingestreut werden. Nachdüngungen empfehlen sich im Mai und Juni mit je 50 bis 70 Gramm pro Quadratmeter. Nach diesem Zeitpunkt ist das Düngen zu unterlassen.

   
 
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Rosenschnitt

Wenn die Knospen im unteren Teil der Pflanze zu schwellen beginnen, ist der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt im Frühjahr gekommen.

1. Was bezwecken wir mit dem Schneiden der Rosen?

Erhöhung der Triebkraft, Lebensdauer und Blühwilligkeit. Ferner bleiben Form und Grösse der Rosenpflanze dank dem Schnitt erhalten.
Regelmässige Entfernen des kranken und dürren Holzes dient zudem der Erhaltung der Gesundheit und verhilft zu längerer Lebensdauer der Rosen.


2. Zeitpunkt des Rosenschnittes

Mit Ausnahme der einmalblühenden Kletterrosen (diese schneidet man im Juli/August) werden alle Rosen im Frühjahr geschnitten. Eine genaue Zeitspanne der Ausführung der Schnittarbeit kann jedoch nicht angegeben werden, denn wir müssen uns nach der Witterung, nach dem jeweiligen Zustand des Austriebes sowie nach dem Kalender (Gefahr zu frühen Schneidens) richten.
Der beste Zeitpunkt liegt immer dann vor, wenn auch in den unteren Regionen die Knospen zu quellen beginnen!
Standort wie auch Sorteneigenschaften können auf den zeitlichen Austrieb ebenfalls Einfluss haben.

Ausführung der Schnittarbeit

Sie ist je nach Rosenform und Triebstärke einer jeden Pflanze verschieden! Die Triebe der Buschrosen aller Klassen und der Stammrosen werden je nach ihrer Stärke eingekürzt. Extrem starke Triebe werden auf ca. 7, normalstarke auf ca. 5, schwächere auf 3 Augen zurückgeschnitten. Ganz schwaches Holz wird auf ca. 3 Millimeter über der Anwuchsstelle entfernt. Die Rosenstöcke sind so auszulichten, dass die jungen Austriebe genügend Entwicklungsraum und Licht erhalten! Die Augen werden immer vom Boden her gezählt! Nie nach Zentimetern schneiden!
Bei den einmahlblühenden Kletterrosen und den Hängerosen dieser Klasse sind, wenn immer möglich, sämtliche Triebe wegzuschneiden, die im Sommer Blüten getragen haben, da sie ja am mehrjährigen Holz blühen.
Bei den dauerblühenden Kletterrossen (Climbing) dürfen nur 1, max. 2 Triebe pro Jahr weggeschnitten werden. Die an den Haupttrieben vorhandenen Seitentriebe sind je nach ihrer Stärke auf 3 bis 2 Augen zu kürzen.
Die ganz schwachen sind ebenfalls vollständig wegzuschneiden. Ähnlich erfolgt auch der Schnitt bei den dauerblühenden Hängerosen!
Das Anbinden der Triebe bei den Kletterrosen hat geordnet zu erfolgen, damit die Schnitt- und Pflegearbeit leichter durchführbar wird.

Bei den einmalblühenden Strauchrosen wird vornehmlich nur das dürre und kranke Holz herausgeschnitten. Ein eventuelles Verjüngen findet nur alle 3 bis 5 Jahre statt, wobei bei stark veralterten Sträuchern ein vollständiges Absägen auf ebene Erde empfehlenswert ist.
Die dauerblühenden Strauchrosen werden ähnlich wie die Buschrosen geschnitten, nur mit dem Unterschied, dass wir die normalkräftigen Triebe um 3 bis 5 Augen länger stehen lassen!

Copyright by Bert Stankowski, Weisslingen 2003

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