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In den
Gärtnereien, Blumengeschäften oder Warenhäuser werden
vielfach Kakteen in schönen Sortimenten angeboten. Bevor Sie
sich zum Kauf entschliessen, sollten Sie auf einige Punkte achten:
| Der
Kauf |
| In
unserem Betrieb verkaufen wir Kakteen die "hart" gezogen
sind, das heisst: Sie werden kaum gedüngt, wenig gegossen
und erhalten volles Sonnenlicht. Sie wachsen zwar nicht so schnell,
dafür aber können wir kräftige, wiederstandsfähige
Pflanzen anbieten, welche sich im Wohnzimmer gut halten. Kommen
die Kakteen bei Ihnen ans Fenster oder gar an die volle Sonne,
sollten alle frisch gekauften Pflanzen während der ersten
5-10 Tage durch auflegen von Seidenpapier schattiert werden.
Bei schlechtem Wetter das Papier entfernen, damit sich die Kakteen
ans Licht gewöhnen. So schützen Sie die Pflanzen vor
Verbrennungen, welche hässliche braune Flecken hinterlassen.
Fast wie Sonnenbrand auf unser Haut. |
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| Das
Giessen |
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| In
der Heimat der Kakteen regnet es manchmal so viel wie bei uns,
aber viel unregelmässiger. Daran müssen wir beim Giessen
der Kakteen unbedingt denken. Die Topfballen müssen ganz
ausgetrocknet sein, dann darf man wieder kräftig giessen.
Eine allgemeine Regel, wie gegossen werden soll, lässt
sich nicht aufstellen. Es kommt ganz darauf an, wo die Kakteen
stehen, ob Ost oder West oder Südfenster, oder sogar in
praller Sonne auf dem Balkon. Ebenfalls kommt es darauf an,
wie das Wetter ist. Bei sonnigem Wetter trocknen die Ballen
viel schneller aus als bei schlechtem. Als Faustregel lässt
sich aber sagen: Im Sommer etwa einmal pro Woche, im Winter
einmal pro Monat giessen. |
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| Das
Düngen |
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| Gedüngt
wird nur während der Wachstumszeit, das heisst von April
bis Oktober. Frisch umgetopfte Kakteen werden während 2-3
Monaten überhaupt nicht gedüngt. Normaler Blumendünger
eignet sich nicht für Kakteen. Er ist viel zu stickstoffhaltig.
Die Kakteen werden damit " mastig " und blühfaul.
Der Dünger muss kali-phosphorreich, aber stickstoffarm
sein. Mit den angebotenen Kakteen- und Sukkulentendüngern
hat man gute Erfolge. |
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| Standort
im Sommer |
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| Am
besten ist es, wenn man die Kakteen während der Sommerzeit
an einem Südfenster oder auf einem sonnigen Balkon, Terrasse
oder Sitzplatz platziert. Sie geben sich aber auch mit der Abend-
oder Morgensonne eines West- oder Ostfensters zufrieden. Wenn
die Kakteen aber Blütenknospen ansetzen sollen, sollten
sie an die Sonne gestellt werden. Sonst öffnen sich die
Blüten nicht. Die Nordseite ist zu schattig und für
Kakteen ungeeignet. |
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| Standort
im Winter |
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| Während
die Kakteen im Sommer jede natürliche Wärme ertragen,
sollten sie im Winter kühl und hell stehen. Es reichen
10-15° Grad. Sie machen jetzt eine Ruhezeit durch, während
der sie weder wachsen noch blühen. Sie werden jetzt fast
nicht gegossen und gar nicht gedüngt. Ist es Ihnen nicht
möglich, die Kakteen während des Winters an einem
kühleren Ort zu halten, werden sie trotzdem nicht öfters
gegossen. Sonst bekommen sie hässliche, stachellose Austriebe
ausserdem blühen sie im Frühling nicht. Die Kakteen
dürfen in der Wohnung auf keinem Fall direkt über
einem Heizkörper aufgestellt werden. Die meisten anderen
Fettpflanzen, Sukkulenten genannt, zum Beispiel Euphorbien,
Crassula, Aeonium, mögen allerdings auch im Winter einen
wärmeren Platz als Kakteen. Etwa 20° Grad sind optimal.
Sie bekommen hier etwa einmal pro Woche Wasser. |
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| Die
Erde |
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| Kaktuserde
aus dem Handel ist optimal auf die Pflanzen abgestimmt. Sie
besteht meist aus: 50% Substrat ( Torf, Toresa ), 45% humushaltige
Erde und 5% Sand oder feines Kies. Ausserdem enthält sie
schon einen Langzeitdünger. Zuviel an Sand lässt die
Erdoberfläche verdichten und der Luftaustausch wird behindert.
Nach mehrmaligem Giessen ist die Erdoberfläche eine harte
Kruste. Wichtig ist, das die Erde gut steril ist und keine Unkrautsamen
und Schädlinge ( Pilze, Insekten ) enthält. |
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| Das
Umtopfen |
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| Umgetopft
wird erst dann, wenn die Pflanze für den Topf, in dem sie
steht, zu klein geworden ist. Etwa wenn sie nicht mehr selbständig
steht. Wir nehmen einen etwa 1-2cm grösseren Topf. In einem
allzugrossen Topf gedeihen die Kakteen nämlich nicht so
gut und ausserdem sieht das weniger schön aus. Kakteen
dürfen nach dem Umtopfen nicht angegossen werden. Man darf
erst nach ca. 2 Wochen mit dem Giessen beginnen |
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| Tontöpfe
haben gegenüber Plastiktöpfen folgende Vorteile |
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Bekommt
die Pflanze einmal etwas zuviel Wasser, oder die Sonne scheint
nach dem Giessen einige Zeit nicht mehr, so trocknet der Wurzelballen
dank dem durchlässigen Material des Topfes trotzdem ab.
Der Tontopf atmet, das heisst, es kommt auch von der Seite immer
frische Luft zu den Wurzeln.
Oft werden die Kalkflecken, welche sich mit der Zeit an den
Töpfen bilden, als störend empfunden. Gewiss sehen
sie nicht schön aus, dafür haben wir aber den Beweis,
dass überschüssiger Kalk aus dem Giesswasser durch
die Verdunstung wieder auf der Topfaussenseite austritt. Beim
Plastiktopf bleibt der Kalk nämlich an der Erde. Mit der
Zeit wird die Erde zu kalkhaltig, was den Kakteen schaden kann |
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| Sammelleidenschaften |
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| Wenn
Sie eine ganze Sammlung von Kakteen angelegt haben, kommt auch
das Problem mit dem Aufstellen. Die vielen Töpfe auf dem
Fensterbrett sind unpraktisch, weil man sie beim Vorziehen der
Vorhänge gerne mitreisst und beim Lüften alle Töpfe
vom Brett herunter stellen muss. Wir empfehlen Ihnen in diesem
Falle eine passende Kiste aus Holz, Eternit oder Plastik zu
kaufen oder eine selber zu basteln. Diese Kiste füllt man
mit angefeuchtetem Toresa und senkt die Töpfe bis zum Rand
darin ein. Die Oberfläche lässt sich mit Steinen abdecken.
Nun wird das Toresa regelmässig angefeuchtet und durch
die Tontöpfe kann der Erdballen der Kakteen Feuchtigkeit
aufnehmen. Von oben muss nur noch selten gegossen werden. Auch
Kalkflecken an den Töpfen stören nicht mehr. Bei bedarf
kann die ganze Kiste umgestellt werden |
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Wir
hoffen Ihnen mit diesen wichtigen Hinweisen einen kleinen Dienst
erwiesen zu haben. Natürlich sind wir auch gerne zu weiteren
Auskünften bereit. Besuchen Sie uns! Wenn Sie sich eingehender
mit der Pflege von Kakteen befassen wollen, empfehlen wir Ihnen
entsprechende Fachbücher, welche Sie ebenfalls bei uns
beziehen können
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Copyright
by Bert Stankowski, Weisslingen 2003
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