Schlingpflanzen Clematis

Clematis bevorzugen an Sträuchern, kleinen Bäumen, Pergolen und an Hauswänden emporgezogen zu werden. Sie sollen nicht den ganzen Tag der Sonne und Hitze ausgesetzt, sondern zeitweilig auch beschattet sein. Der Fuss der Clematis soll ausserdem beschattet sein, damit der Boden ausreichend feucht bleibt. Dafür eignen sich Kleinsträucher und Stauden, die nicht stark konkurrieren. Bei Pflanzungen an Hauswänden darauf achten, dass die Clematis genügend weit vom Haus entfernt gepflanzt werden, da sie sonst vertrocknen. Im weiteren vertragen Clematis keine Staunässe.
Sie lieben nährstoffreiche und durchlässige Böden.

Standort

Bei der Wahl des Standortes darauf achten, was die Pflanze für Ansprüche stellt. Bei Clematis heisst dies folgendes:

  • nur teilweise besonnt
  • von oben wenig beschattet
  • nicht praller Sonne und Hitze ausgesetzt
  • der Boden darf nicht austrocknen.
Pflanzung Die beste Pflanzzeit für Clematis ist März bis September.
Bei Sommerpflanzung darauf achten, dass die Clematis bei Trockenheit bewässert werden.

Heben Sie ein Loch von 40x40x40 cm aus. Bei lehmigen Böden füllen Sie zuerst ca. 10 cm Kies als Dränage ein.
Mischen Sie nun gut verrotteten Kompost mit durchlässiger Ackererde und füllen das Loch ca. 10 cm auf. Die Clematis wird nun so eingepflanzt, dass der Topfrand 5 cm unter dem Niveau das Bodens bleibt. Der Wurzelballen sollte etwas aufgelockert und die eingefüllte Erde leicht angedrückt werden.
So treibt die Clematis immer wieder von unten aus, sollte sie einmal beschädigt werden. Im übrigen lieben Clematis nährstoffreiche, kalk- und lehmhaltige tiefgründige Böden.
Nach dem Pflanzen der Clematis diese gut angiessen. Nun das Pflanzloch noch mit gut verrottetem Mist oder Kompost abdecken. Bei Pflanzungen an Wänden und Mauern die Clematis immer mit 30-40 cm Abstand von der Mauer pflanzen. Um eine Beschattung der Wurzeln zu erreichen, in etwa 25-30 cm Abstand nicht zu stark zehrende Kleinsträucher oder Stauden setzen.
Düngung Im Frühjahr den Clematis einen organischen Volldünger aufstreuen. Die Mulchschicht zusätzlich erneuern. Im Juni noch einmal nachdüngen. In Trockenperioden kann dem Giesswasser zusätzlich ein Flüssigdünger beigemischt werden.
Pflanzenschutz Bei Clematis eigentlich nicht notwendig. Es gibt hauptsächlich zwei Gruppen welche gelegentlich einen Mehltaubefall haben. Dies sind die Clematis jackmannii und die Clematis viticella. Da der Pilz auch die Blüte befällt ist bei den erwähnten Sorten eine vorbeugende Spritzung gegen echten Mehltau zu empfehlen. Die Spritzung soll vor der Blüte erfolgen. Eine Nachbehandlung ist in der Regel nicht notwendig.
Winterschutz Nur in exponierten Lagen nötig. Pflanzscheibe mit Komposterde abdecken. Bei freiem Standort den unteren Teil der Clematis mit Stroh, Tannenreisig oder ähnlichem abdecken.
Clematis-Welke Zwei Pilze werden als Verursacher dieser Krankheit angesehen. Die Krankheitssymptome treten plötzlich auf. Zuerst wird die Triebspitze erfasst (wie der Name sagt sie welken) Danach befällt die Krankheit den ganzen Trieb. Die Blätter verfärben sich schwarz und sterben dann ab. Bei älteren Pflanzen sterben oft nur einzelne Triebe ab, bei jüngeren oft die gesamte Clematis. Daher ist es wichtig, dass die Clematis tief gepflanzt wurde. So kann die Pflanze aus den schlafenden Augen wieder neu austreiben.
Die befallenen Triebe bis in gesundes Holz zurückschneiden und vernichten. Sämtliche heruntergefallenen Blätter ebenfalls vernichten. Die Erde um die austreibenden Augen soll entfernt und später durch neue Erde ersetzt werden.
Anfälligkeit: es sind dies vor allem die grossblumigen Hybriden. Die meisten Wildarten dagegen werden praktisch nicht von der Clematis-Welke befallen.
Vorbeugung
  • optimaler Standort ergibt kräftige und wiederstandsfähige Pflanzen
  • tiefe Einpflanzung, gute Regenerationsfähigkeit
  • befallene und abgestorbene Pflanzteile, auch solche, die am Boden liegen, entfernen und vernichten.
 
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